Der Northener Schwedenstein
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An der Kreisstraße von Lenthe nach Everloh steht auf der Grünfläche. die ehemals zum alten Friedhof auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehörte, ein alter Kreuzstein. Nach der Dorferzählung soll der Stein während des Dreißigjährigen Krieges zum Gedenken an einen Offizier der schwedischen Armee aufgestellt sein, der 1625 in einem Gefecht bei Seelze verwundet wurde und in Northen starb. Der Stein stand ursprünglich im Großen Bergfeld oder am Benther-Berg-Weg, dem früheren Northener Kirchweg nach Ronnenberg. Er wurde 1830 oder in der Zeit zwischen 1850 und 1856 bei Verlegung des Weges im Verkopplungsverfahren für die Northener Feldmark an den nahe gelegenen Dorfrand gerückt und später von dort an seinen jetzigen Platz umgesetzt. Eine andere sagenhafte Überlieferung sieht in dem Stein die Markierung des Northener Thingplatzes (Versammlungsstätte der Gemeinde). Diese Deutung trifft sicher nicht zu, weil der ursprüngliche Standort inmitten von Feldern als Gerichtsstätte nicht in Betracht kommt. Die Schwedensage, die es im übrigen für Steine dieser Art auch in Schlesien gibt, trifft ebenfalls nicht den Kern der Sache. Es handelt sich vielmehr um einen viel älteren Sühnestein, den ein Gewalttäter bis in das 16. Jahrhundert hinein aufgrund eines Gerichtsurteils zur Buße für sein Verbrechen aufzustellen hatte, oder um einen Gedenkstein, der an einen schweren Ünglücksfall erinnern sollte. Vielleicht wurden manche dieser Steine im Dreißigjährigen Krieg als Soldatengräber umgesetzt, was die weite Verbreitung der Schwedengeschichte erklären könnte.