Geschichtsdaten von Northen !

 
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um das Jahr 1260 Erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens Northen, Hof des Domkapitels Minden ( Siehe " Dorfgeschichte der Ortschaft " ).
1304 / 1324 sowie 1385 bis 1394 Höfe und Hausstellen ( Kötner ) des Mindener Bischhofs.
1355 2 Hausstellen des Klosters Marienwerder
1376 bis 1379 3 bis 6 Hof- und Hausstellen des Kanonissen Stifts Wunstdorf
seit 1424 Die ersten sechs Familiennamen von Northener Hofbesitzern
1558 18 Hof- und Hausstellen mit Familiennamen
nach 1558 entstand das Rittergut von Hahnensee aus einer der Hofstellen
1619 / 1620 bestanden 30 Hof- und Hausstellen ( einschließlich Rittergut )
1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg mit Zerstörung, letzte wüste Hausstelle 1720 aufgebaut
ab 1800 entstanden nichtbäuerliche Anbauerstellen ( Stellmacher, Forstaufseher )
nach 1830 Ablösung der Zehntpflicht und Grundherrschaft ( Bauernbefreiung )
1851 bis 1856 Verkopplung und Gemeinheitsstellung Feldmark und Wald. Danach letzte Waldrodung im und vor dem Großen Holz.
nach 1851 entsteht ein Friedhof in Northen, nicht mehr Bestattungen in Ronnenberg
1892 Kirchliche Umgemeindung Northen von Ronnenberg nach Lenthe (Kirchengeneinde Lenthe-Northen) 
1906 Gründung Kriegerverein Northen
1907 Gründung Radfahrverein " Frisch Auf " Northen
1925 Gründung Freiwillige Feuerwehr Northen
1939 bestanden 59 Bauern- und Miethäuser mit 363 Einwohnern
1939/40 Bau des Neuen Friedhofs nach Umbau der Kreisstraße
1943 - 1950 Zuzug von Ausgebombten, Flüchtlinge und Vertriebenen. 685 Einwohner
1949 Bau des ersten Sportplatzes am Benther Berg ( die sogenannte" Alm " )
1949 Gründung eines Siedlungsvereins
1951 Bau einer neuen Schule mit Lehrer Wohnhaus
nach 1951 Baugebiete Großes Bergfeld in 4 Bauabschnitten mit 52 Bauplätzen
1956 Gründung DRK Northen
1957   Bau der Friedhofskapelle
1958 Wird der Sportverein zum SV " Frisch Auf " Northen-Lenthe e.V. umbenannt und ins Vereisregister in Wennigsen eingetragen
1968 - 1970 Bau einer neuen Sportanlage an der Lenther Linde mit zwei Rasenspiel- plätzen Groß und Kleinfeld ) einem Trainingshartplatz sowie des Sport- und Dorfgemeinschaftshauses mit zwei Mietwohnungen.
1971 Baugebiet im Brande mit 14 Bauplätzen und Mietwohnungen
1971 Zusammenschluss mit der Stadt Gehrden
1972 Umbau der Schule zum Kindergarten
1979 Ausbau des Feuerwehrhauses
1984/86 Erweiterung der Friedhofskapelle
1991 entsteht das Siedlungsgebiet Brinkwiese mit 30 Bauplätzen
1993 Erweiterung des Feuerwehrhauses
1996 Bau eines Grünspielplatzes nahe der Brinkwiese
1998 Entsteht das Baugebiet Tönniesrehre mit 6 Bauplätzen
1999 Entsteht das Baugebiet Am Schulgarten mit 8 Bauplätzen
2001 Der Ortsrat sprich sich einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungs- planes für das " Ohefeld " aus
2002 Die Planungen für das Baugebiet " Ohefeld " beginnen
2004 Entsteht das Baugebiet Ohefeld mit 10 Einzel- und 2 Doppelhäusern


Alphabetisches Familienregister von Northen 1858

 

Das Register ist nach der Einwohner- und Wohngebäude-Liste der Gemeinde Northen vom 03. Dezember 1858 gefertigt. Die Liste gehört zu einer Reihe von fünf Zähllisten, die von 1852 bis 1864 im Abstand von drei Jahren aufgestellt wurden und im Nds. Hauptstaatsarchiv Hannover unter den Signaturen "Hannover 74 Wennigsen Nr. 11 bis 13 sowie 15 und 16" archiviert sind. Die Liste 1858 ist erstmals nach den neuen Hausnummern gegliedert, die nach 1855 die 1750 Brandkassen-Nr. ablösten.

Das Dorf hatte 1858 29 Siedlungsstellen ( Hausnummern in Klammern ): Rittergut von Hugo (1), 5 Vollmeier (2-6), 1 Halbmeier (7), 1 Höfling (8), 17 Kötner (9-25), 4 Beibauern (26-29) und 6 Anbauer (32-37), außerdem die Schule (30) und das Hirtenhaus (31).

Erklärungen zur weiter unten angeführten Tabelle der Familien:

Vollmeier waren die größten Bauernhöfe der Dörfer. Der Name für diese Bauernklasse hat seinen Ursprung in den Amtsregistern früherer Jahrhunderte. Er ist von der Spanndienstpflicht der Bauern für den Landesherrn, ihren Gutsherrn und die Gemeinde abgeleitet - sie mußten mit einem Vollgespann aus vier Pferden Feld- und Fahrdienste leisten. Der Ackerbesitz dieser Höfe bestand meist aus vier Hufen.
( Erläuterung: 1 Hufe im Calenberger Land im Durchnitt = 30 Morgen = 7,5 Hektar, in Northen: 24 Morgen = 6 Hektar, 1 Hektar = 10.000 qm ) Halbmeier hatten dagegen zwei, Höflinge (auch Viertelmeier genannt) eine Hufe Landbesitz. Diese beiden Bauernklassen waren mit einem Halbgespann aus zwei Pferden dienstpflichtig. Kötner waren Nachsiedler im Dorf mit wenig oder ohne Ackerbesitz. Beibauern (auch Brinksitzer genannt) waren die jüngste bäuerlichen Siedlungsschicht der Dörfer. Wie die Kötner hatten sie wenig oder keinen Ackerbesitz. Kötner und Beibauern gehörten zur Bauerngemeinde mit Nutzungsrechten in der Feldmark und im Wald. Den Lebensunterhalt bestritten sie im geringerem Umfang aus Ackerbau auf Eigen- oder Pachtland, hauptsächlich jedoch aus Landhandwerk. Tagelohn oder als Amts- und Forstgehilfen oder Gemeindehirten. Beide Bauernklassen waren zu Handdiensten für den Landesherrn, ihren Gutsherrn und die Gemeinde verpflichtet. Die Hand- und Spanndienste aller Bauernklassen wurden zum überwiegenden Teil zwischen 1830 und 1850 durch Geldleistungen abgelöst.

Anbauer waren Hauseigentümer auf Siedlungsstellen, die erst seit dem 19. Jahrhundert gegründet und die nicht mehr in die bäuerliche Gemeinde aufgenommen wurden. Häuslinge waren Haus- oder Wohnungsmieter.

Der Rossmüller betrieb auf seinem Grundstück eine Ölmühle mit einem Göpelantrieb, dessen horizontale Hebelarme von einem im Kreis gehenden Pferd bewegt wurden. Rademacher oder Stellmacher waren Handwerker, die Pferdewagen und Radgestelle für Bauerngerät bauten. Leibzüchter waren Altbauern, die von ihren Hofnachfolgern versorgt wurden. 

 

Erläuterung: Zahlen = Hausnummern, Vm = Vollmeier, Hm = Halbmeier, Hö = Höfeling,
 Kö = Kötner, Bb = Beibauer, Ab = Anbauer, Hs  = Hausmieter, Ww = Witwe

  Die Familien in Northen im Jahre 1858

Ahlvers, Heinrich  33 Ab

Lohrand, Heinrich 35 Ab und Leineweber

Alten, Friedrich 18 Kö und Schuster

Lührßen, Heinrich 8 Hö

Basse, 30 Schullehrer

Lühmann, Friedrich 27 Hs

Beensen, August 20 Kö

Meier, Conrad 31 Hs und Leineweber

Beensen, Heinrich 10 Kö und Roßmüller

Meier, Friedrich 14 Kö

Biermann, Heinrich 34 Hs und Tagelöhner

Meier, Friedrich 22 Schneider

Bleidießel, Heinrich 1 Hs und Forstaufseher

Meier, Heinrich 31 Hausmieter und Leineweber

Borchers, Conrad 17 Kö und Rademacher

Meineke, Friedrich 21 Kö

Buße, Heinrich 27 Hs

Miethe, Friedrich 26 Bb und Schmied

Dannenberg, Heinrich 29 Kö (Bb) und 11 (Kö)

Nöthel, Dorothee 5 Vm

Ebeling, Friedrich 27 Hs

Ritter, Friedrich 37 Hs

Flohr, Carl 12 Kö

Röttger, Christian 22 Kö und Schuster

Fröhlich, Christian 34 Ab und Maurer

Röttger, Heinrich 2 Hs

Fröhlich, Heinrich 36 Ab und Maurer

Schubbert, Dorothee 34 Hs Ww

Garbe, Friedrich 7 Hm

Struß, Friedrich 16 Kö

Garbe, Friedrich 27 Hs und Gemeindediener

Voges, Heinrich 23 Kö

Garbe, Heinrich 2 Vm

Voges, Johann 21 Hs und Leineweber

Geveke, Ernst 14 Hs und Schneider

Voges, Sophie 24 Hs Ww

Gieseke, Christoph 28 Bb und Maurer

Volker, Christian 6 Hofpächter und Leineweber

Gieseke, Heinrich 19 Kö und Rademacher

Volker, Christian  27 Bb

Heerhorst, Friedrich 24 Hs

Volker, Friedrich 23 Hs

Höfer, Heinrich 24 Kö

Volker, Georg 26 Hs

Hormann, Christine 23 Leibzüchterin

Volker, Heinrich 3 Vm und 32 Ab und Rademacher

Kappel, Friedrich 25 Kö und Tischler

Volker, Charlotte 23 Hs Ww

Kappel, Heinrich 21 Hs

Warnecke, Cord 13 Hs

Kokemüller, Friedrich 4 Vm

Wehrhahn, Heinrich 1 Hs und Schäfer

Kokemüller, Friedrich 29 Hs

Wente, Daniel 11 Hs

Kreitz, Christoph 13 Hs

Widdel, Friedrich 28 Hs

Kreitz, Conrad 13 Kö und Leineweber

Widdel, Heinrich 11 Hauspächter

Krull, Heinrich 15 Kö

Die Liste umfasst 60 Namen, wobei Christian

Lampe, Heinrich 9 Kö und Krüger ( Gastwirt )

Volker mit zwei Hausnummer genannt wird.

 Erstellt im April 2002 - ergänzt: März 2009