Ausblick in die Landschaft vom Waldsaum
des Benther Berges oberhalb von Northen.

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Der Blick erfasst vertraute Nähe und zugleich die Weite der Landschaft. In beinahe 30 km Entfernung sind die Bückeberge und die Rehburger Berge im Schaumburger Land und der Mardorfer " Weiße Berg" hinter dem Steinhuder Meer zu sehen. Ebenso weit entfernt sind die Höhenzüge zwischen Neustadt a. Rbg. und Brelingen, deren bewaldete Rücken die " Nordhannoversche Moorgeest " begrenzen. Näher liegt der Deister mit seinem auf gut 20 km langgestreckten Kamm. Im Vorland des Deisters heben sich Gehrdener und Stemmer Berg von der Ackerlandschaft der " Calenberger Lößbörde " ab, deren Nordteil sich von hier bis in den Wunstorfer Raum und das Leinetal zwischen Luthe und Hannover ausdehnt. Wegen ihrer Fruchtbarkeit war die Lößbörde zu allen Zeiten ein bevorzugter Landschaftsraum für Bauernkulturen und ein von vielen Landesherren begehrtes Herrschaftsgebiet. Zur Erntezeit ist in den Feldmarken die Farbkombination aus dem Gelb der Weizenfelder und dem Grün der Rübenkoppeln ein deutliches Zeichen für einen ertragreichen Ackerbau. Die Landwirtschaft hat den Wald, der sich in alter Zeit vom Fuße des Benther Berges bis zum Rand des Deisters erstreckte, zurückgedrängt. Erhalten geblieben sind größere Staatsforsten, der Dedenser Forst und der Kirchwehrener Forst, der in der Ortssprache " Großes Holz " heißt und der das Landschaftsbild im Westen des Dorfes Northen prägt. Außerdem sind in die Landschaft einige kleine Flecken von Bauern- und Gutswald eingesprenkelt.

In der offenen Landschaft des Deister-Vorlandes geben Baum- und Buschreihen an den Rändern der Bachläufe, der Feldwege und der Straßen dem Landschaftsbild das unregelmäßig geformte Muster eines Pflanzennetzes. Die Dörfer und Städte mit ihrem Baumbestand, ihren Gartenanlagen und Parks, dem niedrigen Pflanzenbewuchs und hohen Bäumen liegen wie Inseln in dem leicht abfallenden oder sanft ansteigenden Gelände.

Im Norden verdeckt der von Döteberg bis Hannover-Ahlem reichende Höhenzug die Sicht auf die Niederung des Leineflusses. Jenseits der Leineaue beginnt die " Nordhannoversche Moorgeest ". Anders als im Land zwischen Deister und Leine haben die Windströmungen der letzten Eiszeit im Geestland keine Bodendecke aus fruchtbarem Lößstaub aufgebaut. Die Höhenrücken, Dünen und ebenen Bodenflächen der Geest bestehen aus stark sand- und kieshaltigen eiszeitlichen Ablagerungen. In den feuchten Senken zwischen den Höhen siedelten sich nach der Eiszeit Torfmoose an, die im Laufe der Jahrtausende großflächige Moore aufbauten.

Die besten Zeiten für einen Rundblick vom Waldrand des Benther Berges über das stimmungsvolle Landschaftsbild sind der frühe Morgen mit scharfen Konturen durch das Licht der tiefstehenden Sonne oder der Abend mit dem Sonnenuntergang hinter dem Stemmer Berg und dem Großen Holz und dem leuchtend blau-grün-gelb-rot gefärbten Himmelssaum.